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Unternehmenssanierung und Restrukturierung

Knapp 30.000 Unternehmer müssen im Jahr für ihr Unternehmen den bitteren Gang zum Amtsgericht antreten um den Insolvenzantrag abzugeben. Oftmals folgt wenig später der für die eigene Person, da alle Rücklagen, Ersparniss und liquidierbare Vermögensgegenstände zur Rettung des Unternehmens bereits eingesetzt worden sind.

Die Dunkelziffer derer die ihr Gewerbe und ihre Selbstständigkeit geordnet aufgeben liegt noch deutlich höher.

Unternehmensinsolvenzen in Deutschland 2010-2015

Glücklicherweise sinken die Insolvenzfälle absolut als auch die entsprechende Insolvenzquote. Auch für 2015 wird mit einem Rückgang gerechnet. Was aber ebenfalls zu sehen ist, das der Gang zum Amtsgericht immer später erfolgt, die Quote der mangels Masse abgewiesenen Verfahren steigt.

Diese Beobachtung ist grundsätzlich festzustellen. Unter der grundsätzlich positiven wirtschaftlichen Lage versäumen es die Unternehmer Maßnahmen zu ergreifen um ihr Unternehmen langfristig zu sichern. So bricht ein kleiner Baustein im Konzept weg und das ganze Unternehmen befindet sich in Schieflage. Oftmals von den Bankpartnern begünstigt, werden die schwache Unternehmen zu lange künstlich am Leben gehalten.

Ein noch deutlicheres Bild zeigt sich bei einem Blick auf die regionale Ebene, zum Beispiel auf Nordrhein-Westfalen:

Unternehmensinsolvenzen in NRW 2010-2015

Ein ähnliches Bild lässt sich aber auch in den anderen beiden Bundesländern unseres Kerngeschäftsgebietsfeststellen; in Rheinland-Pfalz und Hessen. In RLP ist die Quote von 29,63% im Jahr 2011 auf 43,22% im vergangenen Jahr (2014) gestiegen. In Hessen deutet sich ein neues Allzeithoch in diesem Jahr an. Hier ist die Quote von 39,04% im Jahr 2011 auf aktuell 57,20% angestiegen. In allen drei Bundesländern sind die absoluten Insolvenzfälle zurückgegangen.

 


 

Im Rahmen unserer Sanierungsberatung - für die wir mit Stefan Erberich einen zertifizierten Fachberater für Sanierung und Insolvenzmanagement - haben begleiten wir unsere Mandanten ausschließlich in der außergerichtlichen Sanierung.

Im Erstgespräch führen wir in der Regel sofort einen Gefährdungscheck durch und prüfen gemeinsam ob ein Insolvenzgrund gemäß der Insolvenzordnung (§§17-19) vorliegt. In Frage kommen dafür die Zahlungsunfähigkeit, die drohende Zahlungsunfähigkeit als auch die Überschuldung.

Ziel der Beratung ist es zeitnah nach dem Erstgespräch mit den Gläubigergruppen einen Sanierungsplan abzustimmen und Zahlungsaufschübe zu verhandeln. In der Zeit kann das operative Unternehmen auf seine Zukunftsfähigkeit untersucht werden.

Banken und Kreditgeber verlangen in der Regel ein Sanierungsgutachten mit positiver Fortführungsprognose um das Unternehmen weiterhin zu unterstützen.

Im Rahmen der Sanierungsberatung ist es noch wesentlicher als sonst in der Praxis der Unternehmensberatung das von Anfang an Vertrauen und Zutrauen zwischen beiden Parteien - Mandant wie Unternehmensberater - entstehen und vorhanden sind um in der zeitkritischen Situation die erforderlichen Schritte zu gehen.

Da die Begleitung in einer solchen Unternehmensphase erhebliche Risiken mit sich bringt, sowohl für die persönliche Haftung, z. B. des Geschäftsführers oder des Gesellschafters ist die Begleitung der Sanierungsbemühungen durch einen fachkunden Rechtsberater obligatorisch. Hier können wir auf unser belastbares Netzwerk zurück greifen und Experten für die rechtlichen oder auch steuerlichen Sachverhalten punktuell mit einbeziehen.

sva bg 2016